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	<title>CSRegio&#187; Greenwashing</title>
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	<description>Wir fördern und vernetzen nordbayerische Unternehmer mit Sinn für Verantwortung und Nachhaltigkeit.</description>
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		<title>Wie man in den Wald ruft… — Was ist Nachhaltigkeit?</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Mar 2013 17:23:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ina Medick]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Carlowitz]]></category>
		<category><![CDATA[CSR]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrbarer Kaufmann]]></category>
		<category><![CDATA[Greenwashing]]></category>
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		<description><![CDATA[Auch wenn es in Franken noch nicht danach aussieht, er kommt doch: Der Frühling. Und das heißt unter anderem viel zu tun in der Forstwirtschaft und jede Menge anstehende Firmenjubiläen. Manch einer mag sich fragen: Besteht da ein Zusammenhang zu<span class="ellipsis">&#8230;</span><div class="read-more"><a href="http://csregio.de/was-ist-nachhaltigkeit/">Weiterlesen ›</a></div><!-- end of .read-more -->]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es in Franken noch nicht danach aussieht, er kommt doch: Der Frühling. Und das heißt unter anderem viel zu tun in der <b>Forstwirtschaft</b> und jede Menge anstehende <b>Firmenjubiläen</b>. Manch einer mag sich fragen: Besteht da ein Zusammenhang zu CSR?</p>
<p>Allerdings, denn die Definition der Nachhaltigkeit hängt eng mit beidem zusammen.</p>
<p>Wer sich als <a title="CSR und ‘ehrbarer Kaufmann’ – ein Widerspruch?" href="http://csregio.de/ehrbarer-kaufmann-und-csr/">ehrbarer Kaufmann</a> versteht, verweist bei der Feier des 50-, 75– oder sogar mehr als 100-jährigen Firmenjubiläums zu Recht gerne auf die langfristige Ausrichtung und Nachhaltigkeit der eigenen Unternehmensführung.</p>
<p>Der Begriff der Nachhaltigkeit kommt aber nicht ursprünglich aus dem Unternehmenskontext, sondern aus der Forstwirtschaft. Geprägt wurde er vor genau 300 Jahren vom sächsischen Oberberghauptmann <b>Hans Carl von Carlowitz</b> (1645 – 1714), der nach dem 30-jährigen Krieg seine Erkenntnisse zur verantwortungsvollen Forstwirtschaft in einem Buch niederschrieb, der  <i>Sylvicultura oeconomica, oder haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur wilden Baum-Zucht</i> (1713). Seine Definition von Nachhaltigkeit lautet im Original:</p>
<address><span style="font-size: medium;"><i>„Wird derhalben die größte Kunst und Einrichtung hiesiger Lande darinnen beruhen</i></span></address>
<address><span style="font-size: medium;"><i>wie eine sothane</i> Conservation <i>und Anbau des Holtzes anzustellen</i></span></address>
<address><span style="font-size: medium;"><i>daß es eine</i> continuier<i>liche beständige und <b>nachhaltende </b>Nutzung gebe</i></span></address>
<address><span style="font-size: medium;"><i>weiln es eine unentberliche Sache ist</i></span></address>
<address><span style="font-size: medium;"><i>ohne welche das Land in seinem Esse</i> <i>nicht bleiben mag.“</i></span></address>
<address><span style="font-size: medium;">(S. 105–106 in der „Sylvicultura Oeconomica“).</span></address>
<p>Auf eine kurze Formel gebracht:</p>
<p>Holze immer nur so viel Wald ab, wie wieder nachwachsen kann, damit der Baumbestand konstant bleibt.</p>
<p>Damit ist die Forstwirtschaft nicht weit von der freien Marktwirtschaft entfernt – denn wer immer nur auf kurzfristigen Gewinn schielt und nicht in ein solides Unternehmen investiert, der wird seine Ressourcen bald verbraucht haben.</p>
<p>Es gibt noch mehr Parallelen zwischen einem gesunden, nachhaltig bewirtschafteten Wald und einem nachhaltig geführten Unternehmen:</p>
<ul>
<li>Ein <b>Mischwald</b> mit Nadel– und Laubbäumen ist die beständigste und naturnahe Form des Waldes. So profitiert auch ein Unternehmen, das bewusst auf <b>Diversity </b>in der Belegschaft setzt (in Bezug etwa auf Alter, Geschlecht, Herkunft der Mitarbeiter) und ist im besten Sinne nachhaltig.</li>
<li>Wie der Förster seine Bäume vor „<b>Gesundheitsrisiken“</b> wie dem Borkenkäfer schützt, wird der nachhaltig agierende Geschäftsführer auch darauf bedacht sein, seinen Mitarbeitern ein <b>„gesundes“ Arbeitsumfeld</b> zu bieten: Dazu gehört etwa betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitsschutz und individuell ausgerichtete Arbeitszeitmodelle.</li>
<li>Ein Wald „reinigt“ die Umwelt – ein nachhaltiges Unternehmen wird seine <b>Umwe</b><strong>lt</strong> möglichst wenig durch Abgase und Abfälle belasten, sondern ressourceneffizient wirtschaften.</li>
<li>Im Wald entstehen immer wieder neue Tier– und Pflanzenarten – so wird ein nachhaltiges Unternehmen immer auf <b>Innovation</b> bedacht sein und sich neuen Marktanforderungen anpassen.</li>
<li>Und auch das alte Sprichwort „Wie man in dem Wald ruft, so schallt es zurück“ gilt für die <b>Kommunikation</b> von Nachhaltigkeit: Dezent und unaufdringlich, aber dennoch wirkungsvoll soll sie sein. Sonst landet man schnell beim anderen Ende des „grünen“ Spektrums – dem <a title="The CSR-Fashion-Show: Was ist Greenwashing?" href="http://csregio.de/the-csr-fashion-show/">Greenwashing</a>.</li>
</ul>
<p>Was der verantwortungsvolle Unternehmer von Carlowitz’ Nachhaltigkeitsdefinition in einem Satz lernen kann:<br />
Der Wald schlägt immer wieder neu aus und liefert wertvolle Rohstoffe – aber nur, wenn man frühzeitig für die Zukunft vorsorgt und verantwortungsvoll mit den eigenen Ressourcen umgeht.</p>
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		<title>The CSR-Fashion-Show: Was ist Greenwashing?</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Mar 2013 21:42:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ina Medick]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[CSR]]></category>
		<category><![CDATA[Greenwashing]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[„Tue Gutes und rede darüber” — unter dieser Überschrift wurde schon einmal über CSRegio berichtet: Wie fast alle guten Vorsätze lässt sich dieses Prinzip aber auch für weniger gute Absichten missbrauchen — wenn CSR nur der Kommunikation dient, landet man<span class="ellipsis">&#8230;</span><div class="read-more"><a href="http://csregio.de/the-csr-fashion-show/">Weiterlesen ›</a></div><!-- end of .read-more -->]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Tue Gutes und rede darüber” — unter dieser Überschrift wurde schon einmal über CSRegio berichtet: Wie fast alle guten Vorsätze lässt sich dieses Prinzip aber auch für weniger gute Absichten missbrauchen — wenn CSR nur der Kommunikation dient, landet man schnell bei Greenwashing.</p>
<p>Was Greenwashing ist, fasst Karrikaturist <a href="http://tomfishburne.com">Tom Fishburne</a> auf unterhaltsame Weise so zusammen:</p>
<p><img alt="" src="http://tomfishburne.com/images/2008/05/11/080512csr.jpg" width="600" height="458" /></p>
<p><strong>Green-Washing</strong> — darin steckt das ‚<strong>Reinwaschen’</strong> von eigentlich ‚schmutzigen’ Geschäftspraktiken und der Versuch, seinem Unternehmen einen <strong>‚grünen’ Anstrich</strong> zu geben. Wie kann das aussehen?</p>
<p><em>Unternehmen der Lebensmittelbranche</em>, die sich grüne Logos geben, um vermeintliche Nachhaltigkeit zu suggerieren — dennoch (nicht nur) wegen des Verpackungsmülls in der Kritik stehen…</p>
<p><em>Energiekonzerne</em>, die für ihre Produkte mit einer Landschaft voller Wind– und Solarparks werben — in Wirklichkeit aber mehr als 80% des Stroms aus Atomenergie und fossilen Brennstoffen kommt…</p>
<p><em>Getränkemarken</em>, die versprechen, mit jeder getrunkenen Flasche den Regenwald zu retten — in Wirklichkeit aber nicht ganz klar ist, wohin die gespendeten Gelder fließen…</p>
<p style="text-align: left;">All diese Beispiele legen den Verdacht auf Greenwashing nahe — Kommunikation und Inhalt passen nicht zusammen. Daher gilt:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Greenwashing ist nie CSR. </strong><br />
<strong>CSR-Kommunikation ist allerdings nicht immer Greenwashing. </strong></p>
<p style="text-align: left;">Wer wirklich nachhaltig agiert, darf das auch so kommunizieren — Ehrlichkeit ist bei dem Prinzip „Tue Gutes und rede darüber” entscheidend. Denn das Problem liegt weder bei der Lebensmittelbranche noch bei der Getränkemarke oder dem Stromkonzern daran, <em>dass</em> kommuniziert wird, sondern vielmehr, <em>wie</em> kommuniziert wird:</p>
<p>Ernst gemeinte CSR würde zum Beispiel verlangen offenzulegen, dass man um Nachhaltigkeit bemüht ist, aber die Umstellung von fossilen Brennstoffen auf nachhaltige Energie nicht von heute auf morgen passieren kann — und eben nicht das demonstrative Präsentieren der eigenen ‚grünen Schokoladenseite’, die suggeriert, dass genau diese Umstellung schon passiert ist.</p>
<p>Langfristig sind Konsumenten heute mündig genug, um hinter diese Fassade zu blicken und nach der tatsächlichen Wertschöpfung zu fragen: Gerade deshalb ist es für Unternehmen wichtig, für möglichst hohe Transparenz zu sorgen. Beispielsweise im Fall der ‚Getränke für den Regenwald’-Aktion: Ein Unternehmen, das aufzeigt, wohin die Mittel fließen, welche Maßnahmen ergriffen werden und konkrete Ergebnisse aufbereitet, hat einen professionellen CSR-Ansatz — und überzeugt auch kritische Konsumenten, dass es sich nicht um Greenwashing handelt.</p>
<p>Wenn CSR aber lediglich als Mittel zum Zweck publikumswirksam zur Schau getragen wird, handelt es sich tatsächlich nur um die von Fishburne angedeutete Modenschau.</p>
<p>Um in dieser Analogie zu bleiben — wie bei billiger Mode geht es auch beim Greenwashing: Den Belastungstest hält sie nicht aus und wenn die vermeintlich grüne Farbe ausgewaschen ist, wird der schöne Schein schnell zum schmutzigen Grau.<br />
Erfolgt die Kommunikation allerdings ehrlich und offen, dann hat man — wie bei qualitativ hochwertiger Mode — lange Freude an der Investition und wird diese auch in einigen Jahren noch gerne zeigen.</p>
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